Warwick - Blindes Vertrauen

Es geht weiter mit Warwick, der Undercover geht und versucht einen Drogenboss hinter Gittern zu brigen. Außerdem spielt Korruption in der Polizei eine große Rolle.



Verlag: Heyne I Preis: 13,00 € I Format: Taschenbuch I Genre: historischer Krimi

Worum geht es?


William Warwick hat es weit gebracht, seit er vor wenigen Jahren als einfacher Streifenbeamter seinen Dienst bei der Londoner Polizei antrat. Mittlerweile ist er stolzer Vater von Zwillingen, und bei der Jagd auf Kunstfälscher und Drogenbarone hat er sich als fähiger Ermittler erwiesen. Doch nun lauert Unrecht in den eigenen Reihen: Der junge Detective Jerry Summers wird der Bestechlichkeit verdächtigt. Williams Team ermittelt Undercover gegen die eigene Behörde – eine gefährliche Aufgabe, die höchstes Fingerspitzengefühl erfordert. Erst recht als sich eine von Williams Kolleginnen Hals über Kopf in Summers verliebt …


Gestaltung und Schreibstil


Der Roman ist in den 80er Jahren angesiedelt, aber man spürt es während des Lebens kaum. Der Schreibstil ist wie bei jedem anderen Jeffrey Archer Roman, den ich bisher gelesen habe, packend und grandios. Er ist ein Meister seines Genres und lässt einen durch seinen fesselnden Schreibstil mitfiebern. Vor allem bei einer großen Gerichtsverhandlung, die in diesem Band eine Rolle spielt hat er durch die juristische Terminologie eine gute Recherche und breitgefächertes Fachwissen unter Beweis gestellt.

Zugegebener Maßen sind die neuen Cover weitaus ansehnlicher, als die alten. Sie sind moderner, aber auch für das historische Genre perfekt angepasst. Durch den Klappentext und den großen Cliffhanger vom Ende von Band 2 brauchte ich einfach die Fortsetzung.

Der auktoriale Erzähler führt den Leser durch die Geschichte und gibt einem einen Einblick von mehreren Handlungen, die parallel verlaufen, sodass man einen gesamten Eindruck erhält.


Meine Meinung


Bis vor einigen Jahren hätte ich niemals geglaubt, dass ich einmal ein Fan von historischen Kriminalromanen werden könnte und dennoch sitze ich hier und verfasse eine Rezension für euch. Doch hier muss man sagen, dass im Zentrum der Handlung Gerichtsverhandlungen, da man einen alten Rivalen aus dem vorherigen Band wiedertrifft.


Ich liebe die Serie White und irgendwie erinnert es mich ein wenig daran. Ein neuer Fall, der bearbeitet werden muss. Neue Beweis lagen. Verstrickungen des Antagonisten, der versucht seine Verurteilung zu verhindern. Und die Wege die er sucht seinen Besitz zu behalten.


Die einigen Punkte an denen man merkt, dass es in den 80ern spielt, ist die Tatsache, dass sie keine Handys und Computer haben, sowie die Beschreibung alter Automodelle, aber es ist faszinierend zu lesen, wie früher die Polizei und Anwaltshaft gearbeitet haben.

William muss neben der großen Verhandlung auch noch Undercover gehen, um Beweise zu sammeln und Korruption bei Scotland Yard aufzudecken.


Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen, allerdings fand ich die ersten beiden Bände stärker. Der Fokus liegt hier sehr stark auf der Gerichtsverhandlung, wodurch mir ein wenig die Polizeiarbeit und Spannung gefehlt hat. Außerdem gab es einige Längen im Buch, die mich gestört haben und nicht hätten sein müssen.


3/5 ⭐


[Rezensionsexemplar]

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